CDU im Gespräch mit dem Hauspflegeverein: Pflege vor Ort stärken
Wie kann die pflegerische Versorgung auch künftig wohnortnah, verlässlich und finanzierbar sichergestellt werden? Darüber haben sich Bürgermeisterkandidatin Kerstin Glier, Landratskandidat Tobias Thurau und CDU-Kreisvorsitzender Holger Bormann mit Olga Schell, Geschäftsführerin des Hauspflegevereins Wolfenbüttel e. V., im Tagespflegehaus „Neuen Weg“ ausgetauscht.
Der Hauspflegeverein bietet ambulante Pflege und teilstationäre Tagespflege an. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Zusammenarbeit mit den Pflegekassen, Finanzierung und Vergütung, steigende Personal- und Sachkosten sowie die Gewinnung und Bindung von Fachkräften. Auch die besonderen Herausforderungen im ländlichen Raum mit größeren Entfernungen und längeren Fahrtzeiten wurden thematisiert.
Ambulante und teilstationäre Pflege sichern
Olga Schell machte deutlich, dass eine verlässliche pflegerische Versorgung dauerhaft tragfähige Rahmenbedingungen benötigt. Gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung seien ebenso notwendig wie eine ausreichende Refinanzierung der tatsächlichen Kosten.
„Gute Pflege braucht gute Arbeitsbedingungen und eine verlässliche Finanzierung. Gerade als gemeinnütziger Träger wollen wir unseren Mitarbeitenden gute und faire Arbeitsbedingungen bieten. Gleichzeitig müssen die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen so gestaltet sein, dass diese Kosten auch dauerhaft refinanziert werden können.“, so Olga Schell.
Auch die Tagespflege spiele eine wichtige Rolle: Sie entlastet Angehörige und trägt dazu bei, dass ältere und pflegebedürftige Menschen länger in ihrem vertrauten Umfeld leben können.
Bessere Beratung und Vernetzung
Die CDU spricht sich für Pflegestützpunkte im Landkreis Wolfenbüttel als zentrale Anlaufstellen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen aus.
„Wir brauchen Pflegestützpunkte, damit Pflegebedürftige und ihre Angehörigen nicht von einer Stelle zur nächsten geschickt werden. Gerade im ländlichen Raum brauchen wir kurze Wege, kompetente Beratung und eine gute Vernetzung der Angebote.“, betont Bürgermeisterkandidatin Kerstin Glier.
Dabei müssten auch die unterschiedlichen Bedingungen in Stadt und ländlichem Raum stärker berücksichtigt werden.
Fachkräfte gewinnen und halten
Ein weiterer Schwerpunkt war der zunehmende Fachkräftemangel. Landratskandidat Tobias Thurau sieht angesichts der demografischen Entwicklung dringenden Handlungsbedarf:
„Die Babyboomer gehen nach und nach in den Ruhestand, gleichzeitig kommen weniger junge Menschen nach. Der Pflegebedarf wird aber weiter steigen. Deshalb müssen wir heute die Strukturen schaffen, die wir morgen dringend brauchen.“
Dazu gehören gute Arbeitsbedingungen, angemessene Bezahlung, verlässliche Dienstpläne und bessere Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gleichzeitig müsse es gelingen, junge Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen und ihnen attraktive Perspektiven zu bieten.
Pflege als gemeinsame Aufgabe
CDU-Kreisvorsitzender Holger Bormann unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Beteiligten:
„Pflege ist längst keine Frage mehr, die einzelne Einrichtungen allein lösen können. Wir brauchen das Zusammenspiel von Landkreis, Kommunen, Pflegekassen, Pflegediensten und weiteren Akteuren.“
Für politische Entscheidungen sei deshalb der direkte Austausch mit den Menschen wichtig, die Pflege täglich organisieren und leisten.
Pflege braucht verlässliche Perspektiven
Der Besuch hat deutlich gemacht, dass eine zukunftsfähige Pflege viele Bereiche betrifft – von Finanzierung und Fachkräftesicherung bis hin zu Beratung, Infrastruktur und der Unterstützung pflegender Angehöriger.
Die CDU will deshalb die ambulante und teilstationäre Pflege im Landkreis Wolfenbüttel weiter in den politischen Fokus rücken.
„Unser Ziel ist klar: Pflege muss auch in Zukunft wohnortnah, erreichbar und bezahlbar bleiben. Dafür müssen wir jetzt handeln und gemeinsam mit den Menschen vor Ort Lösungen entwickeln.“, fasst Kerstin Glier den Besuch zusammen.